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Landschildkröte kaufen – was vorher zu beachten ist
Platz, Kosten, Aufwand und der richtige Kauf
Kurz gesagt
Eine Landschildkröte ist eine Entscheidung über Jahrzehnte: Sie braucht ein großes, ganzjährig nutzbares Freigehege, tägliche Pflege und laufende Kosten für Technik, Futter und Tierarzt. Gekauft wird nur eine dokumentierte, gesunde Nachzucht mit vollständigen Papieren.
Bin ich auf eine Schildkröte vorbereitet?
Schildkröten sind keine „lebenden Spielzeuge". Vor der Anschaffung ist zu klären: Ist genug Platz für ein großes Freigehege vorhanden? Lässt sich täglich Zeit für Fütterung und Reinigung aufbringen? Gibt es einen frostfreien, kühlen Ort für die Überwinterung der mediterranen Arten? Und ist die langfristige Versorgung – auch im Urlaub und Verhinderungsfall – gesichert? Hinweise zur Lebenserwartung: Wie alt werden Schildkröten?
Kosten & laufender Aufwand
Zu den einmaligen Kosten zählen Gehege/Freilandanlage, Frühbeet oder Schutzhaus sowie Technik (Wärme- und UV-Lampe). Laufend kommen Strom, Futter und Tierarzt hinzu. Der Pflegeaufwand ist täglich: füttern, frisches Wasser bereitstellen, Kot- und Futterreste entfernen. Jährlich kommen Grundreinigung, Kotprobe beim Tierarzt und ggf. Erneuerung der UV-Beleuchtung hinzu. Mehr zur Anlage: Unterbringung.
Gesundheits-Check beim Kauf
Eine gesunde Schildkröte zeigt:
- klare, offene Augen; keine eingefallenen Augenhöhlen
- geräuschfreie Atmung, kein Schleim oder Bläschen an Nase und Maul
- festen, arttypisch geformten Panzer (nur bei Schlüpflingen/Jungtieren noch weicher)
- guten Appetit und kraftvolles Laufen mit leicht angehobenem Bauchpanzer
- keine Verletzungen oder sichtbaren Parasiten
Der richtige Zeitpunkt
Arten mit Winterstarre kauft man am besten zwischen Mai und September – dann sind die Tiere aktiv und lassen sich beurteilen. Später drohen sie bereits schläfrig zu sein, sodass der Gesundheits-Check erschwert ist. Tropische Arten ohne Winterruhe können ganzjährig erworben werden.
Einzeln, Paar oder Gruppe?
Schildkröten sind Einzelgänger, profitieren in der Haltung aber von Artgenossen in einer kleinen Gruppe mit mehr Weibchen als Männchen. Verschiedene Arten nur zusammen halten, wenn sie aus ähnlichen Klimazonen stammen; Mischlinge sind zu vermeiden. Neuzugänge zunächst getrennt (Quarantäne) halten und auf Gesundheit prüfen.
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