Unterbringung › Schildkrötengehege
Schildkrötengehege & Außengehege
Größe, Aufbau und sichere Begrenzung
Kurz gesagt
Ein gutes Außengehege ist sonnig, abwechslungsreich strukturiert und ausbruch- sowie raubtiersicher. Als Richtwert gelten für ein erwachsenes Tier mehrere Quadratmeter; mehr ist besser. Ein Frühbeet oder Schutzhaus gehört fest dazu.
Wie groß muss das Gehege sein?
Eine pauschale Quadratmeterzahl gibt es nicht – maßgeblich sind Art, Endgröße und Tierzahl. Als verbreiteter Richtwert gelten für ein erwachsenes mediterranes Tier mindestens etwa 10 m², je weiteres Tier rund 8 m² zusätzlich; großzügige Anlagen sind deutlich besser. Große Arten (z. B. die Spornlandschildkröte) benötigen sehr viel Platz.
Standort & Struktur
Ideal ist ein sonnenexponierter, windgeschützter Bereich mit Morgensonne. Hügel, Trockenmauern, Steine und flache Erhebungen ermöglichen das Sonnen und die Thermoregulation; schattige, bepflanzte Zonen bieten Rückzug. So kann das Tier zwischen warmen und kühlen Bereichen wählen.
Substrat & Bepflanzung
Bewährt ist ein durchlässiger, hügeliger Boden aus Erde/Sand-Gemisch mit Wildkräutern wie Löwenzahn, Wegerich und Distel. Die Bepflanzung dient als Futter und Versteck zugleich. Welche Pflanzen geeignet sind, zeigt die Futterpflanzen-Liste.
Sichere Begrenzung
Die Umrandung sollte etwa 40 cm hoch, blickdicht (Schildkröten laufen sonst die Begrenzung ab), aus glattem Material und tief genug eingegraben sein, da die Tiere klettern und graben. Ein gesicherter, bei Jungtieren von oben vergitterter Rand schützt vor Fressfeinden wie Ratten, Vögeln, Hunden und Katzen. Hinweise zu Katzen im Haushalt: Schildkröten & Katzen.
Was noch dazugehört
Eine flache, leicht zu reinigende Wasserstelle, mehrere Versteckmöglichkeiten und ein Frühbeet bzw. Schutzhaus für kühle Tage. Mediterrane Arten werden im Gehege überwintert oder ausgewintert – siehe Winterstarre.